http://en.wikipedia.org/wiki/Tailgate_party
Ich wurde für meine verpasste Wies’n entschädigt…
http://en.wikipedia.org/wiki/Tailgate_party
Ich wurde für meine verpasste Wies’n entschädigt…
Da sitz ich nun also in einem Nissan Pathfinder auf dem Nördlichen Highway 501 Richtung South Boston und schaue mir die beschauliche Südstaatenlandschaft an: Trailer Parks, Farm Houses und ein paar Mischungen zwischen Trailer Park und Farm House. Ab und zu ein kleiner Convenient Store und manchmal auch was wo man seine Butan-Kanister auffüllen kann. Oh und Kühe natürlich, dafür kaum noch Baumwoll-Felder. Ganz possierlich hier….
Ist aber jetzt alles total uninteressant: Neben mir sitzt nämlich ein Schwerverbrecher. (Moment! Grade die Staatsgrenze passiert: “Welcome to Virginia! Speed Limit enforced by Aircraft”)
Rolf, unser zuverlässiger COO, der einige schöne deutsche Weisheiten von seinem Großvater zitieren kann (”Ich lache nie. Ich liebe es nicht / mein allzu wertes Angesicht / durch Zähnefletschen zu entstellen / und närrisch wei ein Hund zu bellen / das Lachen will ich überlassen / den minder hochbegabten Klassen”), dieses kriminelle Individuum also, hat es doch tatsächlich gewagt 30 Meilen über dem Speed Limit zu fahren.
Sowas macht man einfach nicht in Virginia, wo Flugzeuge den Straßenverkehr überwachen. Vor ca. 4 Wochen also Speed Limit übertreten. Jetzt fahren wir genau an die Stelle an der das passiert ist (also zumindest in den Staat) weil er vor Gericht muss.
Ja, Freunde der Sonne, im Land der Freiheit ist das nämlich schon ein Misdemeanor Klasse 1. Höchststrafe: 1 Jahr Gefängnis, $2500 Geldstrafe.
Garantierte Mindeststrafe: $300-400 und 1Monat lang Fahrerlaubnis in Virginia entzogen.
Die Stimmung ist trotzdem gut, ich versuche alles um als moralische Unterstützung nicht komplett zu versagen. Wir treffen jetzt erstmal den Anwalt, es ist 07:46 um 9:00 ist der Gerichtstermin…
BREAK
So, wir sind auf dem Rückweg. Alle Vorturteile über das amerikanische Rechtssystem wurden bestätigt. Man darf sich das als eine Massenabfertigung vorstellen (gut, es war Traffic Court), seltsamerweise waren 90% der Beklagten, Schwarze oder Hispanics. Kann man jetzt darauf schieben, dass die -weil ärmer - eher Autos haben bei denen ein Licht kaputt ist (State Trooper halten alles an, was ihnen einen Grund dazu liefert, könnte ja einer der vielen Flüchtigen sein), kann man aber auch für latenten Rassismus halten. Wie das staatsübergreifende Gesetz (!) dass man in der Lage sein muss, sich auf Englisch mit einem Polizisten zu unterhalten. Wenn man nicht in der Lage dazu ist: Ab vor Gericht… (da gibts dann allerdings einen Übersetzer).
Ich will mich jetzt hier im Blog bloß nicht zum Moralapostel aufspielen, noch irgendwie das heimatliche Rechtssystem über was anderes stellen (vor allem auch weil ich es nicht erlebt habe), aber es hat sich vielleicht gerade bewahrheitet, dass diejenigen die sich einen Anwalt leisten können, in einem System, in dem keine klaren Regeln existieren, sondern Präzedenzfälle, stark benachteiligt sind. Laura, vielleicht kannst du mir dazu ja mal was sagen? Der kriminelle Guatemaler mit dem ich grad auf dem Rückweg bin, hat auf jeden Fall erstmal den Case verschoben, mal gucken was man da rausholen kann.
Viel schlimmer als all die Ungerechtigkeit auf der Welt ist auf jeden Fall grade das örtliche Radio, dessen Jingle da lautet: “We play everything.”
Mehr Weltfrieden durch gute Musik!
tset
…aber Cory hats mir heute ganz gut gezeigt. Mhm, in der amerikanischen “Prank-Kultur” muss ich mir dann mal was überlegen:
Ach ja: Autmatically organize your receipts, unsubscribe spam, scan receipts online!
Nur ganz kurz, weil busy wie P:
Mir gehts gut! Sehr gut sogar, ich genieße es momentan jeden Morgen aufzuwachen und ins Büro zu laufen, Leben macht wahnsinnig Spaß, Amerika ist ein sehr unterhaltsames Land und ich muss sagen, dass ich von den Kids hier unglaublich beeindruckt bin. Beiträge über das, was an der Uni abgeht, schreib ich wenn ich mal n bisschen Zeit und meine Kamera wieder hab, bis dahin passt ganz gut was Holunder so zu sagen hat:
”…die großen Sprünge schafft man nur in vielen kleinen Schritten/
das Leben is ne Hydra man hat nie Zeit zu relaxen /
denn hast du ein Problem gelöst warten schon die drei nächsten /
es is wie ne Rolltreppe in falscher Richtung zu nehmen/
man muss vorwärts kommen, weil man sich sonst nur rückwärts bewegt.”
SBX!
julian
Der Post is zwar von gestern, ich stell das jetzt trotzt Inhaltslosigkeit mal hoch. Duke Campus is im Übrigen ein Schloss. Wahnsinn!
Nabend!
Da jeder wissen sollte, dass ich momentan drauf und dran bin (also eigentlich mittendrin!), ein wenig Abenteuerurlaub einzulegen, bzw. mich einmal mehr einer kulturellen Kneipp-Kur unterziehe indem ich diesen großen rot-blauen Kontinent da links von uns erkunde, hier ein wenig Begeisterung:
Ich find Amerika jetzt soweit mal geil! Ich weiß, is eher uncool sowas im alten Europa zu sagen und wahrscheinlich ist das auch noch auf viel Übermüdung zurückzuführen, aber ich sitz hier grade in Philly (word!) rum und hab den absolut und bei weitestem stressigsten Immigration-Process seit Langem hinter mir. (Neuseeland: kein Ding, Dude; Südkorea: sah nach Ärger aus, war aber höflich und effizient, gamsa hamnida; Jordanien: “Bitte folgen Sie mir in die Teelounge und amüsieren Sie sich, ich kümmere mich um ihr Visum und Gepäck.”)
Auffallend dabei waren nicht nur die vielen Schilder die einem erklärt haben was bei ‘nem “Assault on a Officer” passieren wird - was bei dem Tempo in dem die Jungs arbeiten wohl n paar mal am Tag vorkommen kann - sondern auch die großartige Taktik anstatt einfach weitere Schilder aufzustellen (wie hoch ist die Analphabetismusrate hier nochma?) alle 2 Minuten den Posten zu verlassen und die leicht verdutzten Passagiere anzuschreien, dass sie jetzt alle mal ihre Schuhe ausziehen sollten. Olfaktorisch und organisatorisch nicht gerade klug, aber vielleicht der “American Way”.
Is ja auch alles egal, nachdem man dann aufrüherisch “These boots are made for walking” pfeifend, irgendwas von “Sightseeing, meeting Friends etc.” erzählt hat, gings nach dem Stempel im Pass schließlich zu Gepäckband, vom Gepäckband zur Gepäckkontrolle/Zoll, von dort aus zum Ticketvorzeigen, zum Gepäck-Re-Check-In, zum nochmaligen Ticketvorzeigen, zur Handgepäckkontrolle mit Ticketvorzeigen und dann - endlich - zum Anschlussgate durch den amerikanischen Flughafen.
Der amerikanische Flughafen (Stars & Stripes, Sternchen und Streifen, Himmelskörper, Asteriske, parallele Linien - ihr versteht was ich meine) is ganz, ganz großartig! Ich hab grad nämlich tierischen Hunger und es riecht überall nach Burgern! Hab nur leider keinen einzigen Burgerbrater gesehen aber ich will mir das ja eh für Durham aufheben. Stattdessen gibt es ‘ne Super-Service-Gesellschaft und mal ganz ehrlich: Das kommt schon cool, wenn dich n entspannter Schwarzer in so ‘nem Tom Jones-Tonfall ganz lässig von der Seite anmacht, dass deine Schuhe ja mal nich so glänzen und du so in den Staaten nicht weiterkommst, Mister!
Ich flieg dann mal weiter nach Durham.
Dann doch die Meldung aus dem Flugzeug: Ich weiß jetzt wo Erkan und Stefan in ihrem Film, den ich natürlich nicht gesehen habe, die Anfangsszene abgekupfert haben, in der sie das ganze Gepäck möglichst destruktiv am Flughafen durch die Gegend kicken. War aber ok von den Jungs, n bisschen Auflehnung gegen das System muss sein.
Viel interessanter als dass ich ja ganz vergesen hatte, dass auch jüngere Damen hier schon einiges an Silikon mit sich rumtragen und insofern leicht abgelenkt war, ist das “Jack” der Typ in Sonnenbrille und Shorts, der eine Reihe hinter mir sitzt, mir gleich einiges über das amerikanische Konversationsverhalten gezeigt hat:
Stewardess steht da und macht Kaffee.
Jack: “Hey Honey, whatcha doin’?”
Stewardess (hocherfreut): “Coffee!”
Jack: “Hi I’m Jack. Since you placed me in the last row, you can call me ‘Jack-in-the-back’. Haha.” Dann erzählt er ihr erstmal n bisschen was von dem ganzen Stress den das Leben birgt und schließlich davon , dass er “semi-retired” ist.
Ah ok. Das is also die offene Gesellschaft. Sehr gut. Gefällt mir soweit. Echt. N bisschen platt aber man kennt sich ja nicht und will nur die Atmosphäre auflockern, Honey.
A propos: Das muss ich ja jetzt auch erstmal mit den ganzen Shoeboxed-Jungs machen, dann nix wie los.
Ich veröffentliche mal diese Pressemitteilung und möchte darauf hinweisen, dass dies ein unkritisch übernommener Unternehmenstext ist.
BERLIN, Germany – Shoeboxed.com is more popular than power-ballad divas Whitney Houston and
Mariah Carey combined. That’s according to the results of a recent study conducted using data
from the well-known video-streaming website, YouTube.
The team at shoeboxed.com posted a video of a friendly talking camel on YouTube three days
ago—the same day that “perniluu,” a registered YouTube user, posted a video of Houston and
Carey performing “When You Believe.” Today, the shoeboxed.com video has nearly seven times as
many views as the famous performance.
“I’ve dreamt about a successful website that automatically organizes your receipts, but I can’t say
that I’ve ever dreamt something as big as this,” said Taylor Mingos, founder and CEO of the
successful website. “What do you do when two of your childhood heroes now stand in your
shadow?”
No one was as shocked as Shoeboxed’s chief marketing officer, Alexandra Oliveira, who received
the news while singing along to the soundtrack of “The Body Guard”. “It was like Whitney was
speaking to me through her music! I WILL always love you!” shouted Oliveira, adding, “Does this
mean we’re eligible for a Grammy?”
Evidence of the website’s popularity seems to have overshadowed the release of an innovative
feature that will allow users to organize and manage all types of receipts—whether from online or
offline stores. But for now, the team is enjoying the positive attention.
“One day you’re just organizing people’s receipts, and the next, you’re doing it better than
Whitney and Mariah,” Mingos said.
Da glaubte ich naiver Typ doch tatsächlich in Südkorea bliebe ich von Wham und “Last Christmas” endlich mal ein Jahr lang verschont.
Haha.
Die haben hier mindestens 10 verschiedene Versionen. Und jetzt fragt mich nicht, wie man dieses Lied NOCH klebriger machen kann als es eh schon ist….
und es tut mir auch leid, nix mehr geschrieben zu haben.
Ich verbringe jede freie Minute draußen bzw. mit den Leuten hier, den Rest der Zeit muss ich lernen.
Insgesamt habe ich besonders im letzten Monat Südkorea nochmal sehr zu schätzen gelernt und werde auch noch ein Gesamtfazit hier veröffentlichen. In 9 Tagen, bin ich schon wieder daheim, ging auf jeden Fall schnell!
Freu mich auf euch!
Zum Verständnis: Habe den unten stehenden Text, während des Trips geschrieben und kann ihn jetzt erst hochladen. Auch gehen exklusive Grüße und Küsse an meine Oma, meine kleine Cousine und die gesamten Grazianos raus, ich hoffe ihr habt lecker gespeist!
Ni Hao!
So ich bin gestern Abend um 18Uhr hier in Hong Kong aufgeschlagen - was für eine Stadt! Der Flughafen liegt so außerhalb wie in Seoul oder München, deswegen erstmal mit dem Airport-Express über Kow Loon mitten ins Herz der Stadt. Zur Erklärung: Hong Kong wird durchs Meer zweigeteilt, kann man sich also vorstellen wie die Isar/Spree nur ca. 20mal so breit.

Die Häuser sind auch ein bisschen größer, eine sehr geile Skyline. Laut Benni, der schon die Vergleichsmöglichkeiten Peking, Singapore und Shanghai hatte, die schönste Asiens. Ich glaub ihm das mal so aufs Wort. 
Im Moment sitz ich grad im Renaissance Harbor View Hotel im 19. Stock und seh die Hubschrauber am Fenster unter mir vorbeifliegen. 
Gestern hat mich Benni, über dessen Anblick ich mich nach fast nem halben Jahr sehr gefreut hab und dem das Auslandssemester wohl ganz gut bekommt (Tom Cruise, ne?) dann auch direkt für 16€ in ne All-you-can-drink-Bar/Disse geschleppt. So, ähm, wie formulier ich das denn jetzt?
Also: Wir haben ja in Seoul als Europäer die absolute Ausnahmestellung, abends. Die Koreaner feiern gerne. Die kleinen Chinesen hingegen sitzen laut verschiedenen zuverlässigen Quellen abends eher daheim rum und spielen Karten, das Partykonzept is hier irgendwie noch nicht angekommen. In Peking geht man dann auch nicht tanzen, sondern einfach Go-Go-Girls gucken.
Ich komm dann mal zum Punkt: Ich hab die letzten 3Monate nur mit Asiatinnen gefeiert. Jetzt bin ich gestern auf einmal nur unter Europäern bzw. “Caucasians” (gibts da n deutsches Wort für? Ab in die Comments!) gewesen. Oh und ich hatte ganz vergessen wie durchaus bezaubernd doch die -überwiegend deutschen- Damen sind. Die ersten 5Minuten hab ich mich wie im Paradies gefühlt. Also nichts gegen ein adrettes Mädchen aus Seoul, perfekt gestylt im Röckchen und mit High-Heels, aber irgendwie liegt meine Präferenz weiter westlich.
Ich geh jetzt mal n bisschen zwecks Brillen und evtl. Maßschneidern shoppen und meld mich dann morgen wieder aus dieser abgefahrenen Stadt.
Ok, ist dann doch n bisschen später geworden, sitz grad wieder am Flughafen und hör Tali in meinem schicken neuen Nano, der gleich mal 50€ billiger war als in Deutschland. Just another day at an airport lounge… (btw: Unglaublich wie alltäglich fliegen geworden ist, wie wenig Enthusiasmus ich mir da bewahrt habe und wie langweilig cool ich das alles nehme. Fliegt man halt eben. Hallo? Brauche dringend mehr Euphorie in meinem Leben.)
Also die Ereignisse der letzten zwei Tage: Da ich meine Erkältung noch ein wenig auskurieren musste, war Donnerstag eher ruhig, ein bisschen in der Hotelbar chillen.
Gestern Abend hab ich mir dann erstmal angeschaut wie Benni und Metti so residieren (fürstlich, wie ich finde! auch wenn ich dafür wohl erstmal gedisst werde…) und durfte dann den Rest des Abends als Herrn Hampp’s Wingman dienen. Keine Sorge Mr. Cruise, ich habs gern gemacht, der Club war stylisch und für dich und Dione (oder wie auch immer) hat es sich hoffentlich gelohnt, dass ich dir den Rücken freigehalten hab. Auch wenn ich davon ausgehe, dass ihre Freundin gestern Nacht bereuen wird (und nicht nur wegen der Sehnsucht nach dem blonden Europäer…
). Aber durchaus beeindruckend wie gut man mit gebrochenem Knöchel noch abgehen kann…
Fazit Hongkong: Hammerstadt, billiger als Korea, viel viel westlicher und auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Leute verstehen Englisch, es wird viel gehandelt und die Fake-Markets sind auch gut. Müsste ich langfristig entweder in Seoul oder in Hongkong leben würde ich aufgrund der größeren Internationalität letzeres wählen. Jetzt gehts aber erstmal wieder zurück ins richtige Asien, die Klausurenphase beginnt und in 4Wochen schlage ich schon wieder in Deutschland auf, mal sehen was ich noch mitnehmen kann.
Weiterschwimmen!